| 9. Februar 2012 |


OHRIS


Spargelzeit = Schinkenzeit

Kleine Spargelkunde
Der Spargel ist ein Edelgemüse – ein wahrhaft königlicher Genuss. Kaum einer kann sich in Aroma und Feinheit mit ihm messen. Der Spargel ist seit über 4000 Jahren bekannt. Schon die alten Ägypter, Römer und Griechen wussten die Vorzüge des Spargels zu schätzen. Er galt damals nicht nur als Delikatesse, sondern auch als Arzneimittel. König Ludwig XIV. ist es zu verdanken, dass der Spargel für die Neuzeit wieder entdeckt wurde. Spargel schmeckt nicht nur vorzüglich, er ist auch reich an wertvollen Vitaminen (A, C, B1 und B2) und an Mineralstoffen wie Calcium, Phosphor und Kalium. Kaliumsalze und Asparaginsäure regen die Nierentätigkeit positiv an. Abbaustoffe des Stoffwechsels werden dadurch ausgeschwemmt und der Körper entwässert. Spargel ist auch freundlich zur Figur, denn ein Kilo hat nur gerade 170 kcal = 750 KJ. Eine Gemüsepflanze, die sehr beliebt, aber auch teuer ist. Das ergibt sicxh aus dem aufwändigen Anbau und der kurzen Erntezeit. Anbau, Ernte und Aufbereitung von Spargel erfolgen in Handarbeit und gestalten sich daher sehr arbeits- und zeitaufwändig. Mit viel Sorgfalt werden die Spargelstangen unter den Erdwällen freigelegt und mit einem speziellen Spargelmesser gestochen. So viel Aufwand bürgt natürlich nicht nur für Qualität, sondern hat auch seinen Preis.

Wußten Sie schon?
Der urfräkische Name für Spargel lautet "Sparchers".

Weiß oder grün?

Weißer Spargel ist der Spross einer unterirdisch wachsenden Pflanze (Rhizom). Die Spargelstange wächst durch einen Erdwall von ca. 30 cm Höhe und wird kurz vor dem Durchbruch durch die Erdoberfläche gestochen. Es empfiehlt sich, weißen Spargel im Ganzen zu schälen - vom,,Kopf" bis zum Spargelende. Die Kochzeit variiert, je nach Dicke der Stangen, zwischen 15 und 20 Minuten.

Grüner Spargel - lm Gegensatz zum weißen Bleichspargel wächst grüner Spargel über der Erde, ist also bei der Ernte nicht mit Boden bedeckt. Grünspargel lässt sich leicht vor- und zubereiten: Er muss nur im unteren Drittel geschält werden. Außerdem ist er schon nach zehn bls 15 Minuten gar. Grünspargel schmeckt herzhafter als weißer Spargel, eignet sich aber auch für fast alle Spargelrezepte.

Alles über Spargel

Hier finden Sie alles rund um das
Thema Spargel: www.spargeltreff.de

 

 

Interessantes über den Schinken
Ein guter roher Schinken ist ein bisschen so wie ein guter Wein - auch er muss ausreichend Zeit zum Reifen haben. Nur so kann sich das typische Aroma und die richtige Konsistenz entwickeln. Rund 160 000 Tonnen Rohschinken werden jährlich in Deutschland produzied. Durchschnittlich etwa vier Kilogramm davon verzehrt jeder Deutsche pro Jahr; das entspricht fast der Menge eines ganzen Schinkens. Schinken zählt zu den werlvollsten und teuersten Fleischwaren, seine Herstellung lässt sich Jahrtausende zurückverfolgen. Schon bei den alten Griechen und Römern war luftgetrockneter Schinken eine beliebte Speise. Schinken wird heutzutage überwiegend aus Schweinefleisch hergestellt. Das Haltbarmachen durch Pökeln und Lufttrocknen bzw. Räuchern beschränkt sich allerdings nicht nur auf das Fleisch von Schweinen, sondern lässt sich im Prinzip genauso bei Schaf-, Rinder-, Puten- und Wildfleisch anwenden.

Schinken - ein edles Stück vom Schwein

Regionale Schinkenspezialitäten
In Deutschland gibt es einige Schinkenspezialitäten, die typisch für bestimmte Regionen sind, sei es der Schwarzwälder Schinken, der Westfälische Schinken, der Holsteiner Katenschinken oder der Ammerländer Schinken. Dahinter steht eine zum Teil Jahrhunderte alte Tradition bei der Herstellung. Die Kunst der Schinkenherstellung wurde von Generation zu Generation weitergereicht.

Nur bestes Fleisch
Schinken stammt meist von der Hinterkeule des Schweins. Entscheidend für eine hohe Qualität des Schinkens ist bereits die Auswahl des rohen Fleisches. Nur festes, nicht zu fettes Fleisch wird später zum Schinken. Wichtig ist außerdem der pH-Wert. Ein leicht saures Milieu weist auf eine gute Fleischqualität hin. Zunächst sorgt der Zerleger für einen sachgerechten Zuschnitt des Fleisches. Während der Westfälische Schinken traditionell mit Knochen verarbeitet wird, wird die Keule beim Schwarzwälder Schinken vom Knochen befreit.

Pökeln gehört dazu
Die frischen Schinken werden zunächst per Hand mit Pökelsalz und gegebenenfalls mit einer speziellen Würzmischung eingerieben und mehrere Wochen gelagert. gelagert. Aufgrund der unterschiedlichen Salzkonzentrationen innerhalb und außerhalb des Fleisches wird dem Fleisch Flüssigkeit entzogen. Dadurch wird das Regionale Schinkenspezialitäten im Vergleich Fleisch haltbarer. Außerdem Pökelsalz dafür, dass der rote Farbstoff des Fleisches stabil bleibt. lst das Pökeln abgeschlossen, wird das restliche Salz entfernt. Meistens schließt sich jetzt eine Reife- bzw. Ruheohase an. die mehrere Wochen dauern kann. Der Fachmann erkennt durch eine Druckprobe, ob der Schinken reif ist zum Räuchern oder Lufttrocknen.

Ubrigens: Wegen ihres Gehaltes an Nitritpökelsalz sollten geräucherte Schinken nicht gebraten werden. denn bei der Erhitzung können sich krebserregende Nitrosamine bilden.

Rauch sorgt für Aroma
Beim Räuchern verleiht die Art des verwendeten Holzes dem Schinken den charakteristischen Rauchgeschmack. Beim Westfälischen Schinken ist es Buchenholz, beim Schwarzwälder Schinken traditionell Tannenholz. Es wird das Vedahren der Kalträucherung angewandt. Je nach Sorte bleibt der Schinken mehrere Wochen bis Monate in der Räucherkammer und erhält dabei seinen unverwechselbaren Rauchgeschmack und die typische Farbe. In den letzten Jahren erfreut sich in Deutschland luftgetrockneter Schinken zunehmender Beliebtheit. Bei dieser Verarbeitungsform wird auf die Räucherung verzichtet und der Schinken reift nach dem Pökeln in reiner Luft. Das Ergebnis ist eine Soezialität mit besonders leichtem und zartem Aroma.

Gutes braucht seine Zeit
Ein guter Schinken zeichnet sich durch sein Aroma und seine Konsistenz aus. Das beste Aroma entwickelt sich, wenn der Schinken eine ausreichende Reifezeit hat. Deshalb ruht er nach dem Räuchern noch einmal mehrere Wochen bis Monate in einer klimatisierten Reifekammer bei niedrigen Temperaturen von zwölf bis 15 Grad Celsius und wird so zum hoch geschätzten köstlichen Qualitätsprodukt. Damit die Qualität auch zu Hause erhalten bleibt, sollte man den Schinken am Stück bei kühler Temperatur und trockener Luft lagern. In hauchdünne Scheiben geschnitten, zergeht sein Aroma buchstäblich auf der Zunge.

 

Unser Schinkensortiment aus eigener Herstellung:

Toastschinken


Bündner Fleisch

Rindersaftschinken

Roher Hinterschinken

Gekochter Hinterschinken

Nussschinken

Lachsschinken vom
Schwein und Truthahn

Frühstücksspeck

Truthahnschinken

Niederbayerisches
Schwarzgeräuchertes

Coppa, zart gereifter
Schweinehals


Weitere Schinkenspezialitäten in unserer Theke:


Südtiroler Schinken

Korsischer Bergschinken

Spanischer Serranoschinken

Französischer Gebirgsrohschinken

Coburger Knochenkernschinken

Original Italienischer Landschinken

Original Italienischer Parmaschinken

Original Italienischer Rustichello Schinken


Was ist Räuchern?
Definition
Als Räuchern bezeichnet man die Haltbarmachung und Aromatisierung von Lebensmitteln durch Rauch von verschwelendem Naturholz. Früher wurde Räuchern in erster Linie zum Haltbarmachen eingesetzt. Heute dient Räuchern auch zum Aromatisieren der Lebensmittel. Geräuchert werden Fleisch (2.B. Rauchfleisch, Kasseler), Fisch (2.8. Räucheraal, Räuchermakrele), Wurst und Fleischwaren (2.8. geräuchefter Schinken; Frankfufter Würstchen) sowie Käse. Ein Großteil des geräucheften Fleisches wird vor dem Räuchern gepökelt.

Räucherverfahren
Kalträucherung
Die Kalträucherung erfolgt bei Rauchtemperaturen von 15 bis 25 Grad Celsius. Kaltgeräuchert werden insbesondere Speck und Bauchspeck, Schinken und Rauchfleisch, Roh- und Dauerwürste sowie Kochwürste
und Käse. Die Räucherdauer ist abhängig von Größe oder Gewicht der Teilstücke und beträgt mehrere Tage bis Wochen.

Warmräucherung
Bei der Warmräucherung hat der Rauch eine Temperatur bis 50 Grad Celsius. Die Räucherdauer beträgt ein bis drei Stunden. Das Warmräuchervedahren wird vereinzelt zum Räuchern von Kochpökelwaren und großkalibrigen Brühwürsten und Kochschinken angewandt.

Heißräucherung

Das Heißräuchern erfolgt bei Rauchtemperaturen von 60 bis 85 Grad Celsius, bei denen das Räuchergut gleichzeitig gart. Die Räucherdauer beträgt circa20 bis 60 Minuten. Die hohen Temperaturen fördern zwar die Umrötung bei Brühwurst, lassen aber gleichzeitig nur wenige Raucharomastoffe in das Innere eindringen. Heißgeräucheft werden vorwiegend Kasselererzeugnisse und Brühwürste.


Die beliebtesten
deutschen Rohschinken
Westfälischer Knochenschinken
Dieser Schinken wird mit kaltem Buchenholzrauch geräuchert und reift mehrere Monate. Er zeichnet sich durch ein kräftiges Aroma und eine mürbe Konsistenz aus.

Schwarzwälder Schinken
Durch langes Räuchern über Fichten- und Kiefernholz bekommt er seine dunkle Farbe sowie seinen herzhaft, kräftigen Geschmack.

Holsteiner Schinken
Aus der gesamtem Hinterkeule gewonnen. Nach dem Pökeln wird er über harzfreiem Laubholz geräuchert und reift 2-3 Monate. Mild und leicht süßer Geschmack.

Nussschinken
Aus der Nuss oder Blume, ohne Fett und Schwarte. Mild geräuchert.

Lachsschinken
Aus dem inneren Kern des Kotelettstrangs. Besonders mager und nur leicht geräuchert und gesalzen. Häufig schützt ein dünner Speckmantel das Fleisch vor dem Austrockenen.